Hundehaltung in der Mietwohnung: Was dürfen Mieter und was nicht?

Grundsätzliche Frage von vielen Mietern ist, ob ein Hund in der Mietwohnung leben darf!

In einem Gastbeitrag wurde ich gefragt, ob die Hundehaltung in einer Mietwohnung erlaubt ist. Diesem Beitrag möchte ich einen eigenen Artikel widmen!

Der BGH hat entschieden, dass eine Klausel im Mietvertrag ungültig ist, die prinzipiell jede Hundehaltung in einer Mietwohnung verbietet. Bei einem Verbot von Tierhaltung muss immer auf den jeweiligen Einzelfall entschieden werden. Nach wie vor dürften Hundeverbote im Mietvertrag zulässig sein, wenn sie z.B. an Genehmigungen geknüpft sind, die aufgrund klarer Entscheidungsvoraussetzungen zu erteilen oder zu versagen sind.

Urteil vom 20.03.2013 (Az. VIII ZR 168/12)

Muss der Vermieter der Haltung von Haustieren zustimmen?

Das kommt darauf an, um welche Tiere es sich handelt. Kleintiere in üblicher Anzahl können Sie ohne Zustimmung des Vermieters halten.

Ist ein Hund ein Kleintier?

Nein. Unabhängig davon, wie groß Ihr Hund ist, handelt es sich bei ihm nicht um ein Kleintier. Dazu zählen beispielsweise Nagetiere wie Kaninchen und Meerschweinchen, Vögel, Fische und bestimmte Reptilien.

Kann der Vermieter Kampfhunde ablehnen?

Ja.

Laut Mietrecht kann im Mietvertrag von vornherein die Haltung von Kampfhunden in einer Wohnung untersagt werden.
Daher sollten sich Mieter, die im Besitz dieser Hundearten sind, ausreichend informieren, ob sie bei einem Umzug in eine neue Wohnung ihren Hund ohne Probleme mitnehmen können.

Folgende Hunderassen fallen in Deutschland unter die Kategorie der sogenannten Listenhunde:

    • Bullterrier
    • Staffordshire Bullterrier
    • American Staffordshire Terrier
    • Tosa Inu
    • Pitbull Terrier
    • Bullmastiff

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