Mietvertrag kündigen

Rechtssicher Mietvertrag kündigen

Wie kündige ich rechtssicher meinen Mietvertrag?

Das Horrorszenario für jeden Mieter wäre, wenn die Kündigung der eigenen Mietwohnung in den finanziellen Ruin führen würde, weil die Kündigung der Mietwohnung nicht rechtswirksam wird.

Für die Kündigung eines Mietvertrages gibt es strenge und sehr enge gesetzliche Vorschriften, Regelungen und Fristen, die unbedingt eingehalten werden müssen, damit sie überhaupt rechtlich wirksam wird.

Kündigungsvoraussetzungen

  •     Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Der Mieter muss die Wohnungskündigung aber nicht begründen. Unwichtig ist auch, wie lange er schon in der Wohnung oder dem Haus wohnt.
  •     Für Mieter mit einem unbefristeten Mietvertrag gilt unabhängig von der Mietdauer immer die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten.
  •     Steht im unbefristeten Mietvertrag eine kürzere Kündigungsfrist, kann der Mieter mit dieser Frist kündigen.
  •     Die Kündigung des Mietvertrags muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingegangen sein.
  •     Der Vermieter darf nur in Ausnahmefällen kündigen. Hierbei gelten gestaffelte Kündigungsfristen. Diese Fristen reichen von 3 bis 9 Monaten je nach Länge des Mietverhältnisses.
  •     Der Vermieter darf die gesetzliche Kündigungsfrist nicht zu seinen Gunsten vertraglich ändern.

Rechtssicher Mietvertrag kündigen

Was sollte ich schleunigst bei einer Kündigung der Mietwohnung unterlassen?

Die Zustellung der Kündigung als normalen Brief oder einfaches Einschreiben!

Die Relevanz des Zugangs der Kündigung wird meist unterschätzt, obwohl der Zugang der Kündigung bei dem richtigen Empfänger das entscheidende Kriterium der wirksamen Kündigung ist und der maßgebliche Zeitpunkt für den Beginn des Fristlaufs der Kündigungsfrist.

Zudem stellt die Kündigungserklärung nach § 130 BGB eine empfangsbedürftige Willenserklärung dar, deren Zugang beim richtigen Erklärungsempfänger durch den Erklärenden im Prozess bewiesen werden muss. Dass heißt der Kündigende muss beweisen, dass die Kündigung auch tatsächlich in den Machtbereich des Kündigungsempfängers gelangt ist.

Entweder nutzt man das Einschreibe- und Rückschein-Modell oder wohl die sicherste Methode der Übermittlung einer Kündigungserklärung (Willenserklärung) ist die Zustellung mittels Postzustellungsurkunde, meist durch einen Gerichtsvollzieher (§§ 132 BGB §§ 192,193 ff. ZPO in Verbindung mit §§ 19, 21 GVGA) beauftragt.

Links:

Berechnung der mietrechtlichen Kündigungsfrist gemäß § 573c BGB

Ist es möglich: Per Fax den Mietvertrag kündigen?